Eine Erklärung der Omas gegen Rechts in Solingen

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Unser Selbstverständnis

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„Omas gegen Rechts“ ist eine seit 2017 bestehende und parteiunabhängige Bürgerinitiative in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol.

Die Initiative Omas gegen Rechts Solingen wurde im Jahre 2024 als Reaktion gegen das zunehmende Ohnmachtsgefühl gegründet, das im Zuge des Erstarkens der  vom Verfassungsschutz immer wieder als in Teilen rechtsextrem eingestuften AfD entstand.

Als Frauen mit jeder Menge Lebenserfahrung sehen wir uns in der Verantwortung für kommende Generationen. Ihnen wollen wir die Erfahrung der Generation unserer Eltern  und Großeltern ersparen, die von Faschismus, Verfolgung, Repressalien und Krieg geprägt war. Unser Maßstab ist daher Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

„Gegen Rechts“ ist ein griffiger Slogan. Nach unserem Verständnis umfasst er alle Ideologien und Aktivitäten, die sich gegen die Würde des Einzelnen richten, unabhängig davon, ob sie aus rechter, linker, islamistischer oder frauen- oder queerfeindlicher Richtung kommen. Für uns ist jeder Mensch gleich viel wert und hat das Recht auf Leben, Freiheit und körperliche Unversehrtheit. In diesem Sinne hat sich jede und jeder, auch der Staat, für alle Menschen einzusetzen. Wo dies nicht geschieht, sehen wir inhumane Ideologie im Spiel, die die Gleichheit der Menschen in Frage stellt und damit rechtsgerichtet ist.

Die derzeit bestehende Demokratie mit ihrem Grundgesetz sehen wir als eine Grundlage und Möglichkeit, in diesem Sinne zu wirken, und setzen uns daher ausdrücklich für ihren Erhalt ein.

Wenn einzelne Parteien sich von uns angesprochen und diffamiert fühlen, weil sie sich eher im „rechten“ Spektrum der demokratischen Mitte verordnen, so mögen sie sich beruhigt fühlen: Unser Engagement fängt erst da an, wo wir Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde verletzt sehen. Das gilt für uns über alle Parteien- und Religionsgrenzen hinweg. Wenn jedoch Parteien, auch demokratische, die Demokratie und Verfassung in Frage stellen, werden wir dagegen vehement protestieren

Wir werden auch immer wieder gefragt, wie wir es denn mit den Omas gegen Links halten würden. Auch darauf kann es nur eine Antwort geben: Artikel 1 des Grundgesetzes.

Als eine freiheitlich orientierte und friedensliebende Gruppierung lehnen wir jegliche Gewalt ab – auch in der Sprache. Unsere Aktionen sind friedlich, fantasievoll und aufklärerisch. Wir freuen uns über jede Frau, die sich uns anschließt und unseren Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt unterstützt. Die Gründung von „Opa-Gruppen gegen Rechts“ begrüßen wir natürlich ausdrücklich!

Anhang:

Warum Omas und nicht Omas und Opas?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Frauen mit einer anderen Form von Verantwortlichkeit auf die Welt blicken. Dabei wollen wir das Wirken und die Arbeit von Männern nicht schmälern. Aber wir finden es derzeit legitim, dass wir uns unserer eigenen Kräfte und Wirksamkeit besinnen und diese nach außen tragen.

Solingen, im Oktober 2026