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Die Omas gegen Rechts in Solingen hatten seit dem Frühling 2025 einen Account bei Instagram. Es wurden Videos, Bilder und Texte gepostet, die unsere Arbeit und unsere Anliegen deutlicher und bekannter machen sollten.

Dieses funktionierte gut: Es gab circa 1.600 Follower und bis zu 5.000 Klicks innerhalb von 30 Tagen. Es gab viel Zustimmung und Unterstützung, aber natürlich auch die leider üblichen „Hass-Kommentare“.

Alles, was wir veröffentlichen, egal auf welcher Plattform, unterliegt mindestens dem Vier-Augen-Prinzip. Es ist uns wichtig, unsere Anliegen klar und deutlich darzustellen. Dies soll aber stets in einem sachlichen und angemessenen Ton geschehen.

Umso erstaunter waren wir, als unser Account am 19.08.2026 durch Instagram gesperrt wurde. Erst nach vielen Nachfragen wurde eine Begründung geliefert: Die von uns geposteten Inhalte würden gegen die Gemeinschaftsstandards von Instagram verstoßen. Eine wirkliche Begründung, um welchen Post es sich handelt und worin der Verstoß bestehen soll, gab es nicht.

Wenig später starteten wir einen neuen Versuch mit einem neuen Account. Gleich nach der ersten Nachricht wurden wir erneut gesperrt. Auf eine Antwort auf unsere Nachfrage, warum dies geschehen ist, warten wir bis heute.

Deutlich wird durch diese Vorgänge, welche große Macht Konzerne wie Meta haben. Sie entscheiden, wer mit welchen Inhalten wahrgenommen werden kann – oder eben nicht. Sie nehmen Einzelnen oder Gruppen die Möglichkeit, sich öffentlich zu äußern, ohne zu begründen, was inhaltlich gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen haben soll.

Sie üben Zensur aus – ohne Transparenz und ohne Begründung. Es gibt keine nachvollziehbaren Regeln, es herrscht pure Willkür.

Natürlich sollte und muss es die Möglichkeit geben, respektlose, Gewalt verherrlichende oder rassistische Posts entfernen zu können. (Was aber seltsamerweise häufig nicht passiert.) Aber jede dieser Maßnahmen muss transparent und nachvollziehbar sein.

Das wäre demokratisches Verhalten.

Solingen, im Nov. 2026